Fußbodenheizungen von A bis Z: das müssen Sie wissen

 

 

Fußbodenheizung bereichern die Wohnqualität und sorgen für ein angenehmes Raumklima im Winter. Was bis vor wenigen Jahren noch ausschließlich Luxuswohnungen vorbehalten war, findet sich nun heute auch im regulären Heim. Es liegt also nahe, dass Sie sich im Rahmen des Neubaus Ihres Heimes oder der Renovierung näher mit der innovativen Art zu heizen auseinandersetzen. Vor der schlussendlichen Entscheidung gibt es jedoch einiges in Sachen Fußbodenheizung zu beachten. So bestehen verschiedene Arten, während manche Punkte hinsichtlich des Einbaus im Vorhinein beachtet werden müssen. Wir klären auf!

 

Diese Arten von Fußbodenheizung gibt es

 

Bei der Fußbodenheizung handelt es sich nicht um ein einzigartiges Heizsystem. Stattdessen wird auch hier in verschiedene Arten unterschieden. Der Fokus liegt dabei auf der Methode, mit welcher geheizt wird. Somit sind Wärme durch Elektrik oder durch erhitztes Wasser die Devise. Diese lassen sich wiederum in folgende Kategorien einteilen:

 

Nasssysteme: Entscheiden Sie sich für das Heizen mittels Wasser, kommt im Bereich der Fußbodenheizung ein sogenanntes Nasssystem zum Einsatz. Dies heißt so, da die Heizrohre nach dem Verlegen mit Estrich übergossen werden. Trotzdem Sie stets die Wahl haben, wird im Namen der Effizienz meistens das Nasssystem für Neubauten gewählt, das hier eine vermehrte Wärme- und Trittschalldämmung erzielt wird. Infolgedessen lassen sich allerhand Bodenbeläge verlegen und Sie profitieren vom Komfort einer Fußbodenheizung.

 

Trockensysteme: Entscheiden Sie sich für das Heizen per Elektrik oder für das Nachrüsten einer Fußbodenheizung, ist in der Regel eine Trockensystem Fußbodenheizung das Mittel der Wahl. Diese Methode wird meistens aufgrund verminderter Möglichkeiten gewählt. Während Sie also einen Neubau planen, sind Nasssysteme die effizienteste Wahl. Bei der Modernisierung von Altbauten wiederum kann sich das Einrichten einer Fußbodenheizung per Nasssystem als schwierig erweisen. Es wird daher auf die trockene Methode zurückgegriffen.

 

Elektrische Fußbodenheizung: Vor- und Nachteile

 

Möchten Sie Ihre Wohnträume mit einem Neubau wahr werden lassen, werden Ihnen Experten stets zum Nasssystem sowie dem Heizen per Wasser raten. Dies ist aufgrund der verschiedenen Nachteile einer elektrischen Fußbodenheizung der Fall. Trotz dieser hat sie dennoch einen klaren Vorteil: Sie ist dünner! Gerade wenn Sie auf Heizmatten oder -folien setzen, ist lediglich mit einer Erhöhung von 0,5 Zentimetern zu rechnen.

 

Sollte das System einmal erneuert oder entfernt werden, ist dies außerdem problemlos möglich. Der Nachteil orientiert sich wiederum an der Verwendung der elektrischen Bodenheizung. Dabei gilt, dass der Einbau dieser sich meist nur als Ergänzung zum verfügbaren Heizsystem rentiert. Während im Neubau also gerne komplett auf die Fußbodenheizung gesetzt wird, sorgt sie im Zuge der Sanierung nur als Weg zu mehr Komfort zuhause. Denn einerseits ist die Effizienz der elektrischen Heizung oft nicht ausreichend. Andererseits haben Sie hier mit höheren Kosten zu rechnen.

 

Fußbodenheizungen für jedermann?

 

Der Einbau einer Fußbodenheizung orientiert sich stets an dem Bauvorhaben. Aus diesem Grund herrschen erhebliche Unterschiede zwischen dem erstmaligen Heizsystem im Neubau und der Modernisierung eines Altbaus. Das höchste Maß an Innovation und Effektivität wird beim Erstbau Ihres Wohntraumes mittels Nasssystem erreicht. Hierbei wird die Heizung umgehend isoliert und gibt somit auch keine Wärme nach unten ab – ein energieeffizientes und Lebensqualität bereicherndes Heizen wird erzielt. Auch bei der Sanierung eines Altbaus ist der Einbau einer Fußbodenheizung möglich.

 

Es muss jedoch mit unter mit zeitaufwendigeren Prozessen sowie weniger Kosten- sowie Energieeffizienz gerechnet werden. In diesem Sinne wird hier ebenso Wärme nach Unten abgegeben. Schlussendlich lässt sich dennoch feststellen: Ja, Fußbodenheizungen sind für jedermann. Denn jeder tragfähige Untergrund ist im Grunde mit dem Einbau kompatibel. Ebenso gilt, dass auch im Altbau mehr Raffinesse und Wohnqualität erreicht wird – unabhängig davon, ob diese weniger ist als im Neubau. Tipp: Interessieren Sie sich für das Thema Baubiologie?

 

Kosten sparen: Fußbodenheizung selbst einbauen

 

Begabte Heimwerker werden beim Einbau einer Fußbodenheizung auch daran gedacht haben, diese selbst einzubauen. Dabei ist dies grundsätzlich möglich und lässt Sie darüber hinaus hohe Summen an Geld sparen. Somit kostet der Einbau in Selbstregie oftmals ein Drittel der vergleichbaren Kosten vom Profi. Gleichzeitig ist der Aufbau einer Fußbodenheizung trotz Raffinesse sehr simpel. So besteht das System aus den Heizrohren sowie einem Heizverteilerkasten.

 

Die benötigten Teile finden Sie wiederum im Baumarkt sowie online. Infolgedessen werden die Heizrohre schneckenförmig im ganzen Raum verteilt und am Ende am Heizverteilerkasten angeschlossen. Gerade beim Bau eines mehrstöckigen Hauses gilt jedoch, dass jedes Stockwerk über einen Heizverteilerkasten verfügen muss, wodurch die Kosten steigen.

 

Alternative: Sind Sie begabt, lässt sich die Fußbodenheizung selber einbauen, während der Profi den Rest in Sachen Verlegen und Co übernimmt. So sparen Sie dennoch Kosten.

 

Besonders innovativ: Fußbodenheizung im Smart Home
In der Regel werden auch Fußbodenheizungen klassisch über ein Thermometer gesteuert. Im Rahmen von Smart Home Systemen können Sie dies aber auch über eine App oder andere Programme übernehmen. So wird die Heizung beispielsweise kurz vor Ihrem Heimkommen aktiviert und bequem bedient.