Fitness in Deutschland Statistik 2026 Wie viele Menschen treiben Sport

Fitness in Deutschland Statistik 2026: Wie viele Menschen treiben Sport?

Wie sportlich ist Deutschland im Jahr 2026? Die aktuellen Zahlen zeigen ein deutliches Bild: Immer mehr Menschen treiben regelmäßig Sport oder trainieren. Gleichzeitig gibt es weiterhin einen beträchtlichen Anteil der Bevölkerung, der überhaupt keinen Sport betreibt.

Besonders interessant ist die Entwicklung der vergangenen Jahre. Laut dem aktuellen Eurobarometer der Europäischen Kommission, dessen Deutschland-Ergebnisse 2026 vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) veröffentlicht wurden, treiben 50 Prozent der Befragten in Deutschland mindestens mehrmals pro Woche Sport oder trainieren. Das sind sieben Prozentpunkte mehr als 2022. Gleichzeitig geben 31 Prozent an, nie Sport zu treiben.

Auch der deutsche Fitnessmarkt erreicht neue Rekordwerte. Zum Jahresende 2025 waren 12,36 Millionen Menschen Mitglied in Fitness- und Gesundheitsanlagen.

Fitness in Deutschland 2026: Die wichtigsten Zahlen

Die verschiedenen Studien messen unterschiedliche Dinge. Deshalb sollte zwischen regelmäßigem Sport, allgemeiner körperlicher Aktivität, Vereinsmitgliedschaften und Fitnessstudio-Mitgliedschaften unterschieden werden.

Kennzahl Deutschland 2026
Sport oder Training mindestens mehrmals pro Woche 50 %
Nie Sport treiben 31 %
Körperlich aktiv mindestens mehrmals pro Woche 78 %
Mitglieder in Fitness- und Gesundheitsanlagen 12,36 Mio.
Anteil der Gesamtbevölkerung in Fitnessanlagen 14,8 %
Anteil der 15- bis 65-Jährigen in Fitnessanlagen 21,9 %
Anteil ab 15 Jahren in Fitnessanlagen 17,1 %
Sportvereins-Mitgliedschaften 29,3 Mio.
Regelmäßig mindestens einmal pro Woche Sport 53 %

Die Zahlen stammen aus unterschiedlichen Erhebungen und sind deshalb nicht direkt miteinander verrechenbar. Sie zeigen jedoch gemeinsam, dass Sport und Fitness in Deutschland eine große gesellschaftliche Bedeutung haben.

Fitness ab 40 gewinnt an Bedeutung

Mit zunehmendem Alter verändern sich die persönlichen Trainingsziele. Während bei jüngeren Menschen häufig Leistungssteigerung oder Muskelaufbau im Vordergrund stehen, werden Gesundheit, Beweglichkeit, Kraft und selbstständige Alltagsbewältigung für viele Menschen ab 40 und 50 wichtiger.

Wer sich speziell mit Fitness in der zweiten Lebenshälfte beschäftigt, findet zusätzliche Informationen beim beliebten Fitnessblog. Dort stehen Themen rund um Training, Bewegung und Fitness ab 40 im Mittelpunkt.

Die demografische Entwicklung dürfte diesen Bereich künftig noch wichtiger machen. Auch der DSSV weist darauf hin, dass eine Betrachtung der Fitnessbranche nicht mehr ausschließlich auf die Altersgruppe bis 65 Jahre begrenzt werden sollte.

53 Prozent treiben mindestens einmal pro Woche Sport

Eine besonders aktuelle Zahl liefert der Freizeit-Monitor 2026 der Stiftung für Zukunftsfragen. Demnach treiben 53 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 18 Jahren mindestens einmal pro Woche Sport. Das ist der höchste Wert innerhalb der dort dargestellten Langzeitreihe.

Zum Vergleich: 2016 waren es lediglich 36 Prozent. 2022 lag der Anteil bei 46 Prozent und 2025 bei 51 Prozent. Damit hat sich der Anteil der regelmäßig Sporttreibenden innerhalb von zehn Jahren deutlich erhöht.

Interessant ist auch, welche Sportarten und Bewegungsformen besonders verbreitet sind. Laut Freizeit-Monitor 2026 fahren 34 Prozent regelmäßig Fahrrad, 34 Prozent betreiben Sport zu Hause und 23 Prozent besuchen ein Fitnessstudio.

50 Prozent trainieren mehrmals pro Woche

Die neue Eurobarometer-Erhebung liefert eine etwas andere Perspektive. Hier wurden Sport und Training zusammen betrachtet. Im April und Mai 2026 wurden für Deutschland 1.507 Personen befragt.

Das Ergebnis: 50 Prozent treiben mindestens mehrmals pro Woche Sport oder trainieren. 2022 lag dieser Wert noch sieben Prozentpunkte niedriger. Gleichzeitig ist der Anteil der Menschen, die nie Sport treiben, auf 31 Prozent gesunken.

Damit bestätigen mehrere aktuelle Erhebungen einen allgemeinen Trend: Deutschland wird sportlich aktiver. Wir haben auch einen Artikel zu den beliebtesten Sportarten in Deutschland veröffentlicht.

78 Prozent sind regelmäßig körperlich aktiv

Noch größer wird der Anteil, wenn nicht nur klassischer Sport berücksichtigt wird. Laut Eurobarometer sind 78 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens mehrmals pro Woche körperlich aktiv.

Dazu zählen beispielsweise Gehen, Fahrradfahren im Alltag, Freizeitaktivitäten oder Gartenarbeit. Die Zahl macht deutlich, warum Sport und Bewegung statistisch nicht gleichgesetzt werden sollten. Ein Mensch kann beispielsweise regelmäßig zu Fuß gehen und Fahrrad fahren, ohne sich selbst als sportlich zu betrachten.

Für die Gesundheitsförderung ist diese Unterscheidung wichtig: Körperliche Aktivität findet nicht ausschließlich im Fitnessstudio, Sportverein oder beim Joggen statt.

12,36 Millionen Menschen sind Mitglied in Fitnessanlagen

Auch die deutsche Fitnessbranche meldet 2026 einen Rekord. Nach den aktuellen Eckdaten des DSSV waren zum 31. Dezember 2025 insgesamt 12,36 Millionen Menschen Mitglied in Fitness- und Gesundheitsanlagen in Deutschland.

Gegenüber 2024 entspricht dies einem Anstieg von 650.000 Mitgliedern beziehungsweise 5,6 Prozent. Die Zahl der Fitness- und Gesundheitsanlagen stieg gleichzeitig auf 9.647.

Die Marktdurchdringung liegt damit bei 14,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. Bei den 15- bis 65-Jährigen beträgt sie 21,9 Prozent. Betrachtet man die Bevölkerung ab 15 Jahren ohne obere Altersgrenze, liegt die Quote bei 17,1 Prozent.

Fitnessstudio oder Sportverein: Was ist beliebter?

Fitnessstudios und Sportvereine lassen sich nicht unmittelbar miteinander vergleichen. Ein großer Unterschied besteht darin, dass eine Person Mitglied in einem Sportverein und gleichzeitig Mitglied in einem Fitnessstudio sein kann.

Der DOSB weist für 2025 insgesamt 29,3 Millionen Mitgliedschaften im organisierten Sport aus. Zum 1. Januar 2025 waren damit so viele Mitgliedschaften registriert wie noch nie zuvor. Deutschland verfügte gleichzeitig über rund 86.000 Sportvereine.

Die Zahl der Vereinsmitgliedschaften ist daher deutlich höher als die Zahl der Fitnessstudio-Mitglieder. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass 29,3 Millionen unterschiedliche Menschen regelmäßig Vereinssport betreiben, da Mehrfachmitgliedschaften möglich sind.

Wie viel Sport treiben Menschen tatsächlich?

Eine weitere Perspektive liefert die Zeitverwendungserhebung des Statistischen Bundesamtes. Danach verbrachten Menschen ab zehn Jahren in Deutschland 2022 durchschnittlich 34 Minuten pro Tag mit Sport.

Das waren fünf Minuten mehr als zehn Jahre zuvor. Männer und Jungen kamen im Durchschnitt auf 36 Minuten täglich, Frauen und Mädchen auf 33 Minuten. Die Statistik umfasst verschiedene sportliche Freizeitaktivitäten, darunter beispielsweise Joggen, Gymnastik, Schwimmen, Fitness- und Radsport.

Diese Zahlen sind allerdings nicht mit den 2026 erhobenen Umfragen gleichzusetzen, da sie aus unterschiedlichen Jahren und methodischen Ansätzen stammen.

Wie viele Menschen treiben gar keinen Sport?

Trotz des positiven Trends bleibt Bewegungsmangel ein relevantes Thema. Im Eurobarometer 2026 gaben 31 Prozent der Befragten in Deutschland an, nie Sport zu treiben. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass körperliche Aktivität wesentlich weiter verbreitet ist als klassischer Sport.

Auch Daten des Bundeszentrums für Ernährung beziehungsweise des Informationsangebots IN FORM auf Basis des Gesundheitsmonitorings des Robert Koch-Instituts zeigen, dass viele Erwachsene die empfohlenen Bewegungsumfänge nicht erreichen.

Nach den dort zusammengefassten Daten erfüllen 48 Prozent der Erwachsenen die Empfehlung für Ausdauerbewegung und 36 Prozent die Empfehlung zur Muskelkräftigung. Nur 26 Prozent erreichen beide Empfehlungen gleichzeitig.

Damit zeigt sich ein wichtiger Unterschied zwischen „regelmäßig Sport treiben“ und dem Erreichen konkreter Bewegungsempfehlungen.

Fitness-Trend 2026: Training wird vielfältiger

Fitness findet 2026 längst nicht mehr nur im klassischen Fitnessstudio statt. Home-Workouts, Radfahren, Walking, Jogging, Yoga und andere Bewegungsformen sind ebenfalls wichtige Bestandteile der Sportlandschaft.

Der Freizeit-Monitor 2026 nennt für Sport zu Hause einen Anteil von 34 Prozent. Gleichzeitig besuchen 23 Prozent der Befragten ein Fitnessstudio.

Auch die Ausstattung privater Haushalte zeigt, dass Bewegung zu Hause eine Rolle spielt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verfügten 2023 rund 25,6 Prozent der Haushalte über mindestens ein Fitnessgerät. Insgesamt standen damals etwa 12,9 Millionen Fitnessgeräte in deutschen Privathaushalten.

Entwicklung der Sportbeteiligung in Deutschland

Die Langzeitdaten des Freizeit-Monitors zeigen einen deutlichen Anstieg:

Jahr Anteil mit mindestens 1x Sport pro Woche
2016 36 %
2018 38 %
2019 36 %
2020 42 %
2021 44 %
2022 46 %
2023 50 %
2024 47 %
2025 51 %
2026 53 %

Damit ist der Anteil der regelmäßig Sporttreibenden zwischen 2016 und 2026 um 17 Prozentpunkte gestiegen. Die Entwicklung verlief zwar nicht jedes Jahr linear, zeigt langfristig aber klar nach oben.

Fazit: Wie sportlich ist Deutschland 2026?

Die Fitness- und Sportstatistik 2026 zeigt ein insgesamt positives Bild. 53 Prozent der Erwachsenen treiben mindestens einmal pro Woche Sport, während laut Eurobarometer 50 Prozent mindestens mehrmals pro Woche Sport treiben oder trainieren. Gleichzeitig sind 78 Prozent mindestens mehrmals pro Woche körperlich aktiv, wenn auch Alltagsbewegung berücksichtigt wird.

Auch die Fitnessbranche wächst: 12,36 Millionen Menschen waren Ende 2025 Mitglied in deutschen Fitness- und Gesundheitsanlagen. Hinzu kommen 29,3 Millionen Mitgliedschaften im organisierten Sport.

Dennoch bleibt ein erheblicher Teil der Bevölkerung wenig oder gar nicht sportlich aktiv. Die aktuellen Zahlen machen deshalb vor allem eines deutlich: Deutschland bewegt sich mehr als noch vor zehn Jahren, aber zwischen regelmäßigem Sport, ausreichender Bewegung und einem wirklich aktiven Lebensstil bestehen weiterhin Unterschiede.

Quellen und weiterführende Informationen