Viele Menschen fragen sich 2026, wie viel Geld andere Deutsche durchschnittlich auf dem Konto haben. Eine pauschale Antwort ist schwierig, denn es kommt darauf an, ob man vom Girokonto, Tagesgeldkonto oder dem gesamten Geldvermögen spricht. Dennoch gibt es aktuelle Richtwerte.
Durchschnittlich auf dem Girokonto
Laut veröffentlichten Auswertungen und Umfragen liegen die Guthaben auf deutschen Girokonten je nach Alter meist zwischen rund 1.400 Euro und 4.200 Euro. Jüngere Erwachsene verfügen im Schnitt über geringere Summen, ältere Menschen meist über höhere Rücklagen. (CHIP)
Beispiele nach Altersgruppen:
- 16 bis 24 Jahre: ca. 1.400 Euro
- 25 bis 34 Jahre: ca. 2.200 Euro
- 35 bis 44 Jahre: ca. 2.600 Euro
- 45 bis 54 Jahre: ca. 3.300 Euro
- Über 75 Jahre: ca. 4.200 Euro (CHIP)
Gesamtvermögen auf Konten und Anlagen
Die Deutsche Bundesbank meldete für Ende 2025 ein gesamtes Geldvermögen privater Haushalte in Deutschland von 9.504 Milliarden Euro. Dazu zählen Bargeld, Bankeinlagen, Aktien, Fonds, Versicherungen und weitere Finanzwerte. (Bundesbank)
Das bedeutet: Viele Menschen haben deutlich mehr Vermögen als nur das Guthaben auf dem Girokonto – oft verteilt auf Tagesgeld, Depots oder Immobilien.
Warum Durchschnittswerte täuschen
Der reine Durchschnitt sagt wenig aus, weil einige sehr vermögende Haushalte den Wert stark nach oben ziehen. Aussagekräftiger ist oft der Median. Dieser zeigt den mittleren Wert – also den Punkt, bei dem die Hälfte mehr und die Hälfte weniger besitzt.
Gerade in Deutschland ist Vermögen ungleich verteilt. Deshalb haben viele Haushalte deutlich weniger auf dem Konto als man bei Durchschnittszahlen vermuten würde.
Wie viel ist „normal“ auf dem Konto?
Für viele Finanzexperten gilt als sinnvoll:
- 1 Monatsgehalt auf dem Girokonto für laufende Kosten
- zusätzlich 2 bis 3 Monatsgehälter als Notgroschen, meist auf Tagesgeldkonten
- übriges Geld eher verzinst anlegen statt dauerhaft auf dem Girokonto liegen lassen (Sparkasse_de)
Fazit
2026 haben Deutsche auf dem Girokonto häufig nur einige tausend Euro liegen. Das gesamte Vermögen ist jedoch meist deutlich höher, weil Geld auf verschiedene Konten und Anlagen verteilt wird. Wer nur den Kontostand betrachtet, sieht also oft nur einen kleinen Teil der finanziellen Realität.
Quellen
- Deutsche Bundesbank – Geldvermögen privater Haushalte
https://www.bundesbank.de/de/presse/pressenotizen/geldvermoegensbildung-und-aussenfinanzierung-in-deutschland-im-vierten-quartal-2025-993572 - CHIP – Durchschnittliche Girokontostände nach Alter
https://www.chip.de/news/geld-finanzen-recht/girokonto-guthaben-nach-alter-so-viel-erspartes-gilt-als-normal-laut-umfrage_e0b4cbc4-99fa-4884-84e1-fdb42216b5ef.html - Sparkasse – Empfehlung zur Kontoreserve
https://www.sparkasse.de/pk/ratgeber/finanzplanung/finanzen-und-haushalt/wie-viel-geld-konto.html