Minimalismus Blumentopf Minimalismus ohne Verzicht – geht das

Wenn Verträge an KI scheitern: Menschliche Anwälte sind wichtiger denn je

Die Verlockung, ChatGPT, Gemini und Co. heute in nahezu jedem Bereich des Lebens zu Rate zu ziehen, ist groß. Die Tools der künstlichen Intelligenz können schließlich in kürzester Zeit klare und personalisierte Hilfestellungen leisten und bei nahezu jeder Frage und jedem Projekt Auskunft geben.

Doch was, wenn es dabei nicht um das Rezept für den Schokoladenkuchen, das Flicken des Fahrradreifens oder die Beratung zum Kauf des nächsten Laptops geht? Die Tools können schließlich Fehler machen und gar Falschaussagen produzieren, und tun das insbesondere dann, wenn es thematisch komplex wird.

Die wirklich wichtigen Dinge im Leben sollten deshalb weiterhin in den Händen von Menschen bleiben oder zumindest von echten Experten überprüft werden. Das beste Beispiel dafür sind juristische Texte.

Eine neue Ära der Informationen

Verträge und andere juristische Texte sind für den Laien oft undurchsichtig und kompliziert. Es kostet enorme Zeit, sie im Detail zu lesen und zu verstehen, während man sie doch eigentlich nur in den KI-Bot einfügen und zusammenfassen lassen könnte.

Doch was, wenn ein Unternehmen die KI zur automatischen Vertragsprüfung nutzt und ein entscheidender Passus darin unbemerkt bleibt? Nun war die Prüfung vielleicht effizienter, doch gründlich war sie nicht. Das Unternehmen könnte erheblichen Schaden erleiden und steht dabei allein in der Verantwortung. Deshalb ist der Mensch, und insbesondere der erfahrene Rechtsanwalt, heute genauso unverzichtbar wie noch vor wenigen Jahren.

KI im Rechtswesen

Nun wird die künstliche Intelligenz auch im Rechtswesen immer öfter und intensiver verwendet. Schließlich kann sie riesige Mengen an Vertragsdaten in Sekunden auswerten, Muster erkennen und Standardfehler finden. Bei dieser Geschwindigkeit kann kein Mensch mithalten.

Doch kennt die KI den spezifischen Kontext und die branchenspezifischen Klauseln, in denen der Mensch Experte ist? Und haftet sie, wenn Fehler entstehen und das Unternehmen nun unter den Konsequenzen leidet? Ein erfahrener Rechtsanwalt in Bielefeld versteht neben den Paragrafen auch die Intention dahinter und das ist etwas, das die KI bisher nicht leisten kann.

Und am Ende des Tages ist Recht auch Psychologie und etwas, bei dem Empathie und Verhandlungsgeschick über Erfolg und Misserfolg entscheiden können.

Zusammenarbeit statt Konkurrenz

Trotzdem kann es sich lohnen, mit der Zeit zu gehen und moderne Technologien als Chancen zu verstehen. Gerade die Büroarbeit, die ein elementarer Bestandteil des Alltags in einer Anwaltskanzlei ist, hat sich in den letzten Jahrzehnten enorm verändert.

Wo früher auf Schreibmaschinen getippt und in Aktenschränken verwaltet wurde, arbeitet man heute in der Cloud und mit moderner Textverarbeitung. Auf die gleiche Art und Weise kann auch das Gute der KI genutzt werden. Sie kann Routinearbeit übernehmen, Dokumente sichten und Daten extrahieren, solange sie als Unterstützung und nicht als Ersatz wahrgenommen wird.

So entstehen Kanzleien, die Technologie mit juristischem Feingefühl verbinden und ihren Mandanten schnelle Ergebnisse mit menschlicher Qualitätssicherung bieten. Auch lesenswert: Deutsche Kultur – Beispiele aus Tradition, Alltag und Kunst

Warum der Mensch unverzichtbar bleibt

Die KI mag also die Arbeitsweise in Kanzleien verändern, aber nicht das Wesen des Rechts. Verträge sind weiterhin als Ausdruck menschlicher Interessen zu verstehen und nicht als reine Datensätze zu behandeln.

Die KI kann in diesem Zusammenhang prüfen, aber nicht verhandeln. Sie mag analysieren, aber nicht urteilen und sie kann berechnen, aber nie entscheiden. Solange das Recht also auf menschlicher Auslegung beruht, bleibt auch der Rechtsanwalt unersetzlich.